Nadine Kube: Die Feuerwehrfrau mit einer Mission
In der kleinen Stadt Wedel, nördlich von Hamburg, engagiert sich Nadine Kube als Feuerwehrfrau, Ausbilderin und Content Creatorin. Auf ihrem Instagram-Account „nordlicht1806“, mit über 25.000 Followern, zeigt sie nicht nur das spannende Leben einer Feuerwehrfrau, sondern möchte auch stereotype Ansichten über Frauen in dieser Branche verändern. Obwohl ihre Reels und Posts beeindruckende 500.000 Ansichten erreichen, sieht sie sich selbst nicht als Influencerin, sondern als Botschafterin für die Feuerwehr.
Einst ein männlich dominiertes Terrain
Nadine Kube begann ihre Karriere in der Feuerwehr im Alter von 15 Jahren. Damals war sie die einzige Frau in ihrem Team. „Es war nicht leicht für mich, unter so vielen Männern zu arbeiten und viele Vorurteile zu überwinden“, erzählt sie. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sie sich aber als wertvolles Mitglied ihrer Feuerwehr etabliert. Heute ist sie Gruppenführerin und die erste weibliche Führungskraft in der Geschichte der Feuerwehr Wedel. Kube möchte anderen Frauen Mut machen: „Wir sind keine Exoten, wir sind Teil des Teams.“
Aufbrechen von Klischees
Frauen in der Feuerwehr sind trotz Fortschritten noch immer unterrepräsentiert. Nur elf Prozent der Mitglieder in Schleswig-Holstein sind Frauen, eine Zahl, die Kube für unzureichend hält. „Es liegt sowohl an den Feuerwehren, die oft noch alte Denkmuster pflegen, als auch an den Frauen selbst, die denken, dass dies nicht ihr Platz ist“, sagt Kube und appelliert: „Ich möchte, dass mehr Frauen informiert sind und den Mut haben, sich zu engagieren.“ Ihre dargebotenen Einsichten auf Instagram haben bereits viele junge Frauen inspiriert, selbst zur Feuerwehr zu gehen und Klischees abzubauen.
Einblicke in das Feuerwehrleben
Auf Instagram zeigt Kube nicht nur ihren Alltag, sondern auch spannende Übungen, bei denen ihre Gruppe technische Herausforderungen meistert. Von der Rettung eines eingeklemmten Dummies bis hin zu Löschübungen – Kube macht ihre Follower mit der Vielzahl an Aufgaben vertraut, die Feuerwehrleute täglich bewältigen müssen. „Ich möchte, dass die Leute sehen, dass die Feuerwehr weit mehr ist als nur Feuer zu löschen“, betont sie.
Über das Ehrenamt hinaus
Nadine Kube hat sich entschieden, nicht nur in ihrer Rolle als Feuerwehrfrau aktiv zu sein, sondern auch als Vorbild für andere zu fungieren. „Ich sehe mich nicht als Influencerin, sondern als Content Creatorin, die ihre Leidenschaft teilt“, sagt sie. Sie will andere Frauen ermutigen und zeigen, dass Karriere und Ehrenamt harmonisch koexistieren können. Neben ihrer Arbeit in der Feuerwehr ist sie auch alleinerziehende Mutter und möchte ihrem Kind ein positives Vorbild sein.
Ein wenig persönliche Anekdote
An einem besonders denkwürdigen Einsatz erinnert sich Kube besonders gut: „Wir hatten einen großen Brand in einer Lagerhalle und ich war die einzige Frau im Einsatzteam. Es war ein beklemmendes Gefühl, unter den Männern zu arbeiten, aber es hat mir gezeigt, dass ich stark bin und alles erreichen kann, was ich mir vornehme.“
Ein Aufruf für mehr weibliche Feuerwehrkräfte
Kubes Engagement hat bereits Früchte getragen; einige ihrer Follower sind mittlerweile aktive Mitglieder in ihrer Feuerwehr. „Ich hoffe, dass meine Geschichte und meine Beiträge Frauen inspirieren, sich unserer Gemeinschaft anzuschließen und Teil dieser wichtigen Arbeit zu werden.“ In Anlehnung an den Landesfeuerwehrverband, der die Bedeutung von Frauen in der Feuerwehr anerkennt, betont sie: „Wir bringen eine andere Perspektive und Fähigkeiten ein, die das Team stärken.“
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