Königin Silvia von Schweden besucht die Demenz-Station "Silvia" in Flensburg
Ein strahlendes Lächeln und die schwedische Flagge wehten bei dem bemerkenswerten Besuch von Königin Silvia von Schweden in Flensburg. Die Königin, die deutsche Wurzeln hat, kam nicht nur als Monarchin, sondern vor allem als Vertreterin ihrer Stiftung, die sich seit Jahrzehnten für die Belange von Demenzkranken einsetzt. Diese Verbindung macht den Anlass besonders bedeutungsvoll für die lokale Gemeinschaft.
Die Demenz-Station
Im St. Franziskus Hospital, bekannt für seine innovative Demenz-Stations "Silvia", fand die Begegnung statt. Diese Station wurde vor elf Jahren eröffnet und bietet Platz für bis zu zehn Patientinnen und Patienten. Das Ziel dieser Einrichtung ist es, eine empathische und respektvolle Betreuung zu gewährleisten, indem den Patienten eine vertrauliche und heilende Umgebung geboten wird. Jährlich erhalten hier rund 250 Menschen Hilfe, was die Wichtigkeit dieser Einrichtung in der Region unterstreicht.
Silviahemmet: Eine Herzensangelegenheit
Königin Silvia, deren Mutter an Demenz erkrankt war, hat mit der Gründung der Stiftung „Silviahemmet“ (Silvia-Heim) vor fast 30 Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung über die Krankheit geleistet. Mit ihrer Initiative verfolgt die Königin das Ziel, das Bewusstsein für Demenz zu schärfen und einen respektvollen Umgang mit Betroffenen zu fördern. "Es ist mir ein Anliegen, dass Menschen mit Demenz in unser aller Bewusstsein rücken," sagte sie während des Besuchs. Diese Worte spiegeln ihr Engagement wider und zeigen die Motivation hinter den Bemühungen, die Lebensqualität von Demenzkranken zu verbessern.
Die Wertschätzung für das Personal
Der Besuch der Königin wird nicht nur von der Öffentlichkeit geschätzt, sondern ist auch eine große Anerkennung für das engagierte Pflegepersonal der Station. Kerstin Ganskopf, die Geschäftsführerin des Malteser-Krankenhauses, betonte die Bedeutung der herzlichen Betreuung: "Der heutige Besuch ist ein Zeichen der Wertschätzung für unsere Mitarbeitenden und der Empathie, der wir unseren Patienten entgegenbringen." Diese Haltung spielt eine zentrale Rolle dabei, den Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch emotional zur Seite zu stehen.
Anschließender Besuch im Childhood-Haus
Zusätzlich zu ihrem Besuch in der Demenzstation plant Königin Silvia einen Besuch im Childhood-Haus der Pro Familia. Diese Einrichtung bietet Unterstützung für Jugendliche, die körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt haben. Auch in dieser Rolle zeigt die Königin ihr Engagement für die Schwächsten in der Gesellschaft, indem sie auf seelische und physische Probleme aufmerksam macht.
Das Erbe und die Zukunft
Der Besuch von Königin Silvia ist mehr als nur eine royale Begegnung; er steht symbolisch für die gesellschaftliche Verantwortung und das Engagement, das notwendig ist, um Demenz-Patienten in unserer Gesellschaft zu unterstützen. Da die Bevölkerung in Deutschland altert, bleibt der Kampf gegen diese Krankheit eine gewaltige Unternehmung, die die Zusammenarbeit aller erfordert – von den Angehörigen bis hin zu staatlichen Stellen und Wohltätigkeitsorganisationen.
Wie geht es weiter?
Angesichts der Herausforderungen, die mit Demenz verbunden sind, ist es wichtig, sich über die Möglichkeiten der Unterstützung und Aufklärung zu informieren. Königin Silvias Besuch in Flensburg ist ein Schritt in die richtige Richtung, um mehr Menschen für diese wichtige Thematik zu sensibilisieren und zu unterstützen.
Für junge Familien, die möglicherweise Angehörige haben, die von Demenz betroffen sind, ist es essenziell, sich mit den vorhandenen Ressourcen auseinanderzusetzen und zu verstehen, wie sie helfen können. Die Lehren aus diesem Besuch und der Arbeit von Königin Silvia können inspirierend sein und uns anregen, wie wir unsere Gemeinschaft unterstützen können.
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