Die finanzielle Lage der Nordkirche: Ein Überblick
Die evangelische Nordkirche sieht sich aktuell mit einer beunruhigenden finanziellen Situation konfrontiert. Mit einem Millionendefizit von 1,7 beziehungsweise 1,8 Millionen Euro für die Jahre 2026 und 2027 wird deutlich, dass der Mitgliederschwund, der sich seit Jahren kontinuierlich vollzieht, die Versorgung der Kirchengemeinden drastisch beeinträchtigt. Die Zahl der Mitglieder ist seit 2012 von 2,3 Millionen auf nur noch 1,646 Millionen gesunken, was nicht nur finanzielle, sondern auch strukturelle Herausforderungen mit sich bringt.
Der Kirchenleiter Jens Brenne hat in einer Sitzung der Landessynode betont, dass die Mitgliederschwund nicht nur eine vorübergehende Phase, sondern ein tief verwurzeltes strukturelles Problem darstellt. Die sinkenden Mitgliedszahlen führen zu einer unweigerlichen Diskussion über die Notwendigkeit der vorhandenen Strukturen und Stellen, einschließlich der Anzahl der Bischöfe. „Brauchen wir wirklich vier Bischöfe?“, fragte die Synodale Britta Stender, was zu intensiven und möglicherweise unbeliebten Entscheidungen führen könnte, die seinen Anlass in der Finanzlage der Nordkirche finden.
Drastic Member Losses: A Call for Structural Changes
Wie Brenne es ausdrückt: „Die Generation, die in die Kirche hineingeboren wurde, stirbt langsam aus.“ Diese Tatsache zwingt die Nordkirche, sich mit der Frage nach Relevanz und Zugehörigkeit auseinanderzusetzen. Die Synode ist sich einig, dass der dauerhafte Rückgriff auf Rücklagen nicht nur unüberlegt, sondern auch gefährlich für die zukünftige Stabilität der Kirche ist. Die Einnahmen der Nordkirche belaufen sich für die Jahre 2026 und 2027 auf etwa 596 Millionen Euro jährlich. Dennoch stehen sie vor der Herausforderung, mit sehr viel weniger Mitgliedern zu arbeiten.
Innovationen der Nordkirche: Eine Klima-Initiative
Trotz der finanziellen Schwierigkeiten hat die Nordkirche auch positive Nachrichten zu berichten. Die Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hat verlauten lassen, dass die Kirche auf einem guten Weg ist, bis 2040 klimaneutral zu werden. Neben der Diskussion über Haushalt und Struktur wird aktiv an einem eigenen Energiewerk gearbeitet, das 90 kirchliche Grundstücke prüfen wird. Dies zeigt, dass die Kirche trotz der Herausforderungen weiterhin verantwortungsvoll mit ihrer Stellung in der Gesellschaft umgeht.
Der Weg zur Klimaneutralität: Fortschritt und Herausforderungen
Die Initiative zur Schaffung eines eigenen Energiewerks ist ein konstruktiver Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Um weiterhin die Mobilität im Bereich der Kirchlichen Dienste zu fördern, plant die Nordkirche auch die finanzielle Unterstützung von Dienstfahrten mit dem Fahrrad, was den gemeindlichen Austausch ebenso fördern kann. Diese Maßnahmen stellen nicht nur einen Fortschritt für die Umwelt dar, sondern bieten auch den Mitgliedern die Möglichkeit, aktiv an einer klimafreundlicheren Gemeinschaft mitzuarbeiten.
Der Ausblick: Was bedeutet das für die Nordkirche?
Die Nordkirche steht an einem entscheidenden Punkt, an dem es notwendig ist, neue Wege zu finden, um sowohl finanziell als auch strukturell nachhaltig und zukunftsorientiert zu arbeiten. Die nächsten Schritte werden zeigen, ob die Innovationskraft und die Bereitschaft zur Veränderung in der Lage sind, die gegenwärtigen Herausforderungen zu meistern. Die klare Frage, die im Raum steht, ist, ob die Kirche sich anpassen kann, ohne ihre essenziellen Werte und ihr gemeinschaftliches Wesen zu verlieren.
Für viele Familien in Stormarn und dem Norden könnte die Diskussion um die Bischöfe und die notwendigen Strukturen von großer Relevanz sein, da sie direkte Auswirkungen auf die Gemeindearbeit und das kulturelle Leben in ihrer Region haben könnte. Daher ist es wichtig, informiert zu bleiben und sich aktiv an diesen Gesprächen zu beteiligen.
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